Gedanken zum Sonntag

Freiheit die ich meine...

Ich schaue, wenn möglich, sehr gern die Sendung „Sonntags“ im ZDF.

Wirklich gute Themen, die da besprochen und wie diese medial aufgearbeitet werden. Bis heute wusste ich auch nicht wie ich meinen Blogbeitrag anfangen sollte. Sonst habe ich immer die ganze Woche über Gedanken in meinem Kopf, die hinaus und in Textform gegossen werden wollen.

Aber diesmal...

Ansätze waren da. Aber wie sollte ich diese zu einem Ganzen formen und sie für mich verarbeiten? Und dann heute diese Sendung. Worum es geht und wie Euch das bis ins Tiefste betrifft, lest Ihr hier. Viel Spaß dabei und gern gesehen:

Eure Gedanken zu diesem Thema. ;-)

Freiheit ist ja ein wirklich riesiger Bergriff. Der kann einen erschlagen, wollte man darüber in all den Facetten schreiben. Das geht nicht. Also fange ich mal wieder bei mir an.

Freiheit war immer mein Inbegriff von Leben. Als kleiner Junge, der von daheim abgehauen ist, weil er keine Wärme und Geborgenheit fand. Als Jugendlicher, der sich im Freier wohler fühlte, als unter den Menschen, die sich Familie nannten. Auch im Kinderheim war es nicht weit her mit dem Wort „Freiheit“. Freiheit war das, was die Erzieher und vor allem die Heimleiterin darunter verstanden. Trotz aller Einschränkungen habe ich diese selten als solche empfunden. 


Warum? Weil es mir gut ging, weil ich endlich mal – im Laufe der der Zeit - ein Zuhause hatte, Geborgenheit verspürte, eine Gemeinschaft da war. Freiheit ist wirklich das, was man im Augenblick dafür hält. Das war damals so und ist es bis heute.

Ich nahm mir die Freiheit, nach Berlin zu ziehen, mein Coming-Out zu durchleben, mir einen Freund, den damals fünften, an die Seite zu holen und mein Leben zu leben.

Und das „...mein Leben leben...“ war ein Prozess: Ein langwieriger, einer voller Abgründe, Abstürze, Auf's und Ab's, des sich Findens und Verlierens, aber auch des endlich Ankommens.

Heute bin ich soweit, dass ich sagen kann: Ich bin angekommen! Ich bin ich. Ich habe mich mit meinen Dämonen, meinen Schattenseiten versöhnt. Ich kenne mein „inneres Ich“ und mein „äußeres Ich“. Ich habe mich sogar dem Prozess der Aussöhnung mit meiner Mutter gestellt. Ich finde: Auch das ist mir besser gelungen, als ich gedacht hatte, und ich habe dadurch ein Mehr an Freiheit bekommen.

Und nun gilt es, meine berufliche Freiheit zu erlangen. Als freier Dozent habe ich sie erleben dürfen. Leider nur in Grenzen, eingeschränkt durch Bürokratie des Bildungsträgers, durch engstirniges Verhalten von Menschen und durch Vorschriften, bei denen man sich fragt: Wo leben wir eigentlich? Zum Glück habe ich es geschafft, mich auf den Inhalt zu konzentrieren, auf die Menschen, die mir anvertraut wurden. Hierin fand ich mein Glück und meine Freiheit. Wenn ich mich so richtig austoben kann - was die Wissensvermittlung, was das Miteinander mit den Teilnehmern und das Gefühl angeht, etwas geschafft zu haben. Da ist man gern abends geschafft. Und wenn es nur ein, zwei oder drei Teilnehmer sind, die man abholen konnte, die es auch gezeigt haben, dann ist es Lohn genug für all die Mühen. Bleiben wir bescheiden. Denn dies gehört auch zur Freiheit. Sich der Freiheit bewusst zu sein und sie nicht zu hoch zu hängen. Denn dann passiert es, dass man sich verrennt und weder Freiheit noch Erfüllung findet. Es muss sich eine Balance einstellen. Dann fühlt man sie auch, die Freiheit, dann lebt man sie.

Und leben wir die Freiheit, spüren wir sie in unserem Land? Wie sieht es damit in unserer Gesellschaft aus?

Ich glaube (dass sind meine Beobachtungen der Wirklichkeit des Alltags und im Umgang mit den verschiedenen Medien - angefangen von den Print- bis zu den sogenannten „sozialen“ Medien) das die Freiheit in Gefahr ist, auch unser Land zu verlassen.

Klar, jetzt kommt gleich der Aufschrei: Ich soll mir mal andere Länder anschauen. Könnte ich - mache ich auch. Jedoch finde ich, dass wir auch - und: zuallererst! -vor unserer eigenen Haustür kehren müssen!

Und genau das mache ich einfach mal: Denn das ist eben meine Freiheit, und die nehme ich mir...

Und genau das mache ich einfach mal: Denn das ist eben meine Freiheit, und die nehme ich mir... Der Begriff „Freiheit“ wird doch wahrlich arg strapaziert. Und jeder nimmt sich das Recht raus die so zu beschreiben, zu leben, sie anzuwenden, wie es einem beliebt.

Egal ob es die Parteien sind, die Bewegungen, die Wirtschaft und weiß ich noch wer, jeder will uns Bürger vorschreiben oder zumindest weiß machen was Freiheit zu sein hat, wie sie zu leben ist.

Ob von rechts bis links, es ist egal. Von überall her kommen die gutgemeinten Hinweise und Ratschläge. Wem schert es, dass dabei die Freiheit an sich auf die Strecke bleibt. Und somit die große Schwester „Demokratie“ Denn eins steht auch fest: Wenn die Freiheit flöten geht, wird auch die Demokratie erkranken. Und passen wir nicht auf, dann stirbt sie.

Wenn ich mir den Zustand unserer Gesellschaft anschauen, dann denke ich mir: Wie verfault, wie angenagt ist unsere gesellschaftliche Demokratie nur. Dass es Zeit wird etwas zu tun.

Den kann man hinnehmen, dass Menschen wegen ihrem Glauben, wegen ihrer Gesinnung oder wegen ihrer Art zu leben, diskriminiert werden, misshandelt werden oder sogar zu Tode kommen. Und egal von rechts oder links oder von Gläubigen oder Nichtgläubigen. Letztlich sind es Menschen die etwas tun oder nicht. Sich in dem Fall die Freiheit raus nehmen „...den Anderen mal auf die Fresse...“ zu hauen. Egal wie: Verbal, oder mit Mitteln der Kommunikation oder mit den Schuhen oder sogar mit Terror und solchen abscheulichen Methoden.

Alles mitten unter uns, alles mitten in unserer Gesellschaft! Alltäglich, immer wieder und immer öfter.

Freiheit heißt auch dafür Verantwortung zu übernehmen. Ob für uns selbst oder für die Gemeinschaft. Dafür zu streiten, das Maul mal aufzumachen und eine Haltung und Standpunkt zu haben. Nur bitte: Alles im angemessenen Ton und Umgang mit einander. So weit sollten wir schon sein.

So auch gegenüber den Behörden. Wie sich da ein System der Unfreiheit entwickelt hat über im Laufe der Jahre, ist schon befremdlich wenn nicht sogar schon unglaublich. Da wird dem Recht der Bürokratie mehr Recht eingeräumt als dem Recht des Bürgers. So nach dem Motto: „Du lieber Bürger hast zwar die Freiheit um dein Recht zu streiten und einzutreten. Nur wir haben letztlich das letzte Wort, die Rechtsmittel oder das Geld, dagegen zu halten. Merkt Ihr wie da mit unsere Demokratie gespielt wird. Wie man in Kauf nimmt sie zu beschädigen. Ein wirklich gutes Beispiel ist der Umgang der Agentur für Arbeit / Jobcenter mit den Menschen.

Ich erlebe hautnah wie da das Menschenrecht mit Füssen getreten wird. Wie Menschen dekratiert werden zu Bittsteller, zu Menschen dritter Klasse gemacht werden. Das selbst Menschen, Mitarbeiter aus den eigenen Reihen, die das Unrecht vor dem Gericht anprangern scheitern, weil sie das Geld nicht haben bis zum bitteren Ende durchzuhalten.

Was da auf den Ämtern abgeht, ist nicht mehr hinnehmbar. Ein Unrecht nach dem anderen. Da wird Recht mit einer Verachtung bedacht, Gerichtsbeschlüsse ignoriert oder nicht umgesetzt. Nur weil man der Meinung ist, man hat ja den längeren Arm. Merkt Ihr, spürt Ihr wie da der Freiheit die Luft abgeschnürt wird?! Wie ihr der Raum zur Entfaltung genommen wird? Stück für Stück, schleichend. Zum großen Teil unter dem Radar der demokratischen Wahrnehmung. Nicht hinnehmbar. Deshalb schreibe ich meine Wut hier von Leibe. Und hoffe, dass der eine oder andere endlich wach wird und anfängt nachzudenken und zu handeln.

Gibt es nicht? Doch!

Letztes Wochenende kamen Menschen aus dem ganzen Bundesgebiet zusammen und stritten, diskutieren, nahmen sich die Freiheit über unser aller Zukunft nachzudenken und anzufangen die Zukunft Raum zu geben. Es trafen sich Vertreter der Partei für ein Bedingungsloses Grundeinkommen, Befürworter, freiwillige Helfer und Unterstützer.

Mein Lebenspartner und ich nahmen uns die Freiheit daran teilzunehmen. Lange, seit 26 Jahre, habe ich nicht mehr so eine Aufbruchstimmung erlebt. Es wurde eine Vision entwickelt und es wurde auch schon an der konkreten Umsetzung in den Arbeitskreisen gefeilt. Super Wochenende!

Da wurde einem gewahr, was es heißt sich die Freiheit zu nehmen über die Gesellschaft, der Weiterentwicklung der Demokratie und wie wir in Zukunft zusammen leben wollen, nachzudenken.

Wenn Ihr jetzt soweit seit mehr wissen zu wollen, dann schaut am Ende des Beitrags in den Links.

Dort werdet ihr mehr Informationen über das Thema, die Bewegung und der Partei erfahren.

Kommt, macht es. Lernt eine neue Art zu denken. Begreift wie sehr es Zeit wird für Veränderungen. Wie ihr Euch einbringen könnt, gerade jetzt im Wahljahr 2017.

 

Dieses ist nur ein Beispiel dafür, dass es Menschen gibt, die es nicht egal ist was zur Zeit in unserem Land abgeht. Die nicht nur nachdenken sondern handeln. So z.B. am kommenden Wochenende. Wenn es wieder die Auftaktdemo in Berlin geben wird. Wo Menschen zusammen kommen um gegen Verschwendung aller Art zu demonstrieren. Ob es um Geld, Nahrung, Energie oder Handel geht.

Was ist mir Dir?

Nimmst Du dir die Freiheit über dich nachzudenken? Wie ist es mit Deiner Freiheit bestellt?

Hast Du auch ein Gefühl der steigenden Unfreiheit? Woher kommt sie konkret? Schreibe darüber, rede darüber! Mit Deinen Freunden, in Deinem sozialen Netzwerk, wo auch immer. Tue es!

Freiheit fängt damit an seine Sprachlosigkeit abzulegen und endlich wieder „….das Maul aufzumachen...“ gegen Unrecht, gegen Gewalt und Ungleichheit. Beginnen wir damit.

 

Jetzt, am Anfang des Jahres, ist es eine gute Zeit damit anzufangen. Ob privat oder beruflich:

Gönnen wir uns, trauen wir uns mehr Freiheit zu!

Beginnen wir über unsere eigenen Grenzen hinweg, über Grenzen gesellschaftliche Zwänge hinweg nicht nur nachzudenken sondern zu handeln. Es wird Zeit! Es ist Zeit was zu tun.

 

Gegen Behördenwillkür, gegen parteiliche Vereinnahmung, gegen Gewalt aller Art, gegen Unmenschlichkeit zwischen uns und gegen eine Verrohrung innerhalb unserer demokratische Gesellschaft. Dieses Jahr wird zeigen wie erwachsen wir sind und auch unser aller Schwester „die Demokratie“. Die große Schwester der Freiheit.

 

Das hier zu schreiben ist die Freiheit die ich meine. Schon besungen von Marion Müller Westerhagen im Jahr 1990.

In diesem Sinne: Auf ein freiheitliches Jahr, für Dich, für Euch, für uns alle.

 

Lesetipp 2:


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